Deutsch
Español
English
facebook icon facebook icon
waldo balart
*1931, Banes (Cuba)
Das Mysterium als Schöpfung

„Durch mein Werk habe ich einen ethischen Pakt mit dem Leben: die Disziplin verleiht mir Form und Struktur, und die Farbe Fantasie.“

Waldo Balart wurde in Banes, Cuba geboren. Er studierte Betriebswirtschaft und Politik an der Universität von La Havanna. 1959 siedelte er nach New York über und studierte dort bis 1962 Kunst an der MOMA Art School und realisierte 1961 eine erste Ausstellung in der RJ Gallery, New York. Er arbeitet mit der Farbe und dem Licht, da Letzteres der Ursprung jeder Farben ist und Farben die Struktur des Lichts mittels Wellenlänge und Frequenzen wiedergibt. Zudem nehmen die Geometrie, Ordnung, Fläche, der Raum und die Zeit wichtige Stellenwerte in seiner Kunst ein. Er untersucht mathematische Formen und Studien des Farbspektrums.Waldo Balart ist ein sensibler Künstler, der in Systemen, Verbindungen, Beziehungen und Kontexten denkt und handelt. Sein Werk ist rational und konkret und er gebraucht die Farbe als Bedeutungsträger aus einer objektiven Perspektive heraus. Farbe ist für unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein nichts fremdes, auch nicht in Bezug auf unser kulturelles und biologisches Umfeld. Sie ist nicht einfach nur objektiv oder subjektiv.  Nach dem Maler: „sehen wir nicht den ‚Raum‘ der Welt, wir leben in dieser visuellen Sphäre, wir sehen nicht die ‚Farben‘ der Welt, sondern wir leben in unserem eigenen Farbraum.“ Waldo Balart ist zudem ein Kunsttheoretiker der Konkreten Kunst und hat 2011 die Schrift „La práctica del arte concreto“ (Die Praxis der Konkreten Kunst) herausgebracht sowie bis 1993 zahlreiche Essays in europäischen Medien publiziert. Balart hat viele Jahre zwischen Madrid und Lüttich gelebt und ist einer der wichtigsten und entscheidenden Vertreter der Konkreten Kunst in den Lateinamerikanischen Ländern.