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victor dolz
* Begur (Girona), 1945
In den Bildern von Victor Dolz kann man alte Menschen, kranke Körper in Rollstühlen oder Bettler auf den Straßen sehen. Seine Art zu porträtieren entblößt den Charakter und zeigt ihre schwachen Seiten. Es sind Einblicke in das Innere der Seele, um das Verlassen sein, das Elend und die Hinfälligkeit anzuprangern. Gescheiterte Menschen, dramatische Momente, blutbeschmierte Blicke.
Man könnte seine expressionistische Malerei in die „schwarze Tradition“ stellen, die in Spanien mit Goya begonnen hat und die überall mit Malern wie Francis Bacon, Lucian Freud, Chaim Soutine und sogar Georg Baselitz wieder aufgeflammt ist. Victor Dolz wirft einen Blick auf die ungeschminkte Wahrheit, die die Gesellschaft zu verstecken versucht, als würde sie nicht zu einem Teil unserer Alltäglichkeit gehören. Er schlüpft in die Haut seiner porträtierten Menschen und schenkt ihnen das Leben, um ihre antwortlose Fragen widerzuspiegeln.
Er versucht nicht provokativ zu sein, obwohl seine Bilder starke Reaktionen bei dem Betrachter auslösen, wegen seiner Art, die Blicke der Porträtierten zu fassen.