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rafael canogar amadeo gabino manuel rivera antonio saura salvador victoria
Spanische Avantgarde
Grafische Werke
26. Oktober 2007 - 10. Januar 2008
Die Ausstellung „Spanische Avantgarde“ vereint graphische Werke von sechs großen Persönlichkeiten der spanische Kunst, die ihre Anfänge in den 50er Jahren hatte. Sie alle gehören zur ersten Generation zeitgenössischer Künstler, denen es trotz der kulturellen Isolation zum damaligen Zeitpunkt gelang, sich in der internationalen Szene zu etablieren, in den besten Museen auszustellen und mit einigen der bedeutendsten Kunstpreise ausgezeichnet zu werden. Der Weg dorthin war nicht einfach, aber dank der Qualität ihrer Arbeiten möglich. Ihre ersten Werke in der Abstraktion und der Figuration (Saura) trugen politische Konnotationen und gehörten einer Strömung an, die auf der Suche nach neuen Materialien war. So schufen sie neue Ergebnisse für die Kunst und mit dem Bruch der Tradition kam gleichzeitig ein Widerstand gegen das politische System des Francoregimes zum Ausdruck. Dies veranlasste sie zu einer Entwicklung hin zu einer persönlichen Sprache in der plastischen Kunst.

Rafael Canogar, Manuel Rivera und Antonio Saura waren Gründungsmitglieder der Gruppe /El Paso/ im Jahr 1957. Canogar kombinierte in seinen Werken Malerei und Bildhauerei und seit 1975 spielt das Geometrische in seiner Arbeit eine große Rolle. Rivera arbeitete seit 1957 mit Maschendraht und Metalldrahtstrukturen, womit er einige neue und singuläre Ausprägungen der Malerei entwickelte. Saura zählt zu den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts, die sich – im positiven Sinne - obsessiv mit der menschlichen Gestalt beschäftigten.
Er nahm an der Documenta II (1959) und an der Documenta VI (1977) teil.
Salvador Victoria gehörte zur Gruppe Tempo in Paris. Sein Werk ging vom Informalismus über in den Geometrismus mit einer speziellen Verwendung von Farbe und vermittelt eine große Spiritualität. Der Bildhauer Amadeo Gabino entwickelte von 1965 an eine spezielle Collagetechnik, deren Thematik um die neuen Technologien und den Wettlauf ins All kreist.
Jorge Oteiza ist einer der Pioniere der abstrakten Skulptur in Spanien und wird aufgrund seiner Errungenschaften in der Bildhauerei sowie seinen theoretischen Reflexionen über den Raum in die Kunstgeschichte eingehen.

Die ausgestellten Werke sind sehr selten in den kommerziellen Kreisen zu sehen. Ziel der Ausstellung ist es, das Interesse des Publikums zu wecken und nicht nur das der Sammler.
Spanische Avantgarde