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anna talens & alvaro tamarit
Dichtheit und Leere
6. Juni - 2. August 2008
Anna Talens (Valencia 1978) zeigt eine poetische Welt mit federleichten und zärtlichen Arbeiten, die zur Meditation und Stille einladen. Für ihre Werke verwendet Talens Materialen aus der Natur wie Federn, Steine, Blätter usw. oder aber arbeitet direkt im Wald. Dort erstellt sie Arbeiten, die für einen bestimmten Ort gedacht worden sind und registriert alles mit Fotografien. Andere Male zeichnet oder baut sie erfundene Formen wie Behälter für den Wind, oder lädt uns mit einer Reise unter Bettdecken ein zu neuen Erfahrungen. Anna Talens hat trotz ihrer Jugend schon einen bedeutenden internationalen Werdegang. Außer in Spanien studierte und stellte sie aus in Canberra, London, Weimar und Köln.

In starkem Kontrast dazu steht die Arbeit von Alvaro Tamarit (Alicante, 1976). Es ist die erste Ausstellung in Deutschland für ihn, der 2006 Preisträger des Premio Bancaja de Escultura wurde, einem der hochrangigsten Kunstpreise Spaniens. Seine Fotoarbeiten zeigen die Dichtheit der Gesellschaft, in der die Natur durch künstliche Städte ersetzt wurde, die uns ohne Worte von deren Zerstörung und dem Chaos erzählen. Als Material für seine Skulpturen wählt er Holz, dessen Herkunft bereits den Inhalt seiner Werke teilweise erklärt. Mittels minutiöser Recherchearbeit findet Álvaro Tamarit in der Natur die Holzfragmente für seine Werke. Tamarit vermag es, Schönheit zu verleihen, ohne auf eine klassische Lösung zurückzugreifen. Ihm gelingt es, uns mit den Abfällen unserer eigenen Gesellschaft zu konfrontieren, und diese durch künstlerische Arbeit in neue Objekte zu transformieren. So errichtet er kleine Ordnungen und bringt bescheidene, aber ehrliche und deswegen wichtige Vorschläge in dem immensen Chaos, in dem der Planet versinkt.
anna talens & alvaro tamarit