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05.09.2018

Daniel Verbis - Lebensbescheinigung

07. September - 21. Dezember 2018

Daniel Verbis (*1968, Leon) stellt zum ersten Mal in der Galerie 100 Kubik aus. Seit 1990 experimentiert der Künstler mit neuen Materialien, die in der Tradition der Malerei so nicht zu finden sind. Dies zeichnet seine eigene persönliche Formsprache aus. Die Wahl seiner Medien  brachte ihn dazu, sein formelles Universum zu finden, mit Themen aus der mikroskopischen Welt, denen er sich seit dem Jahr 2000 aus unterschiedlichen Perspektiven widmet. Trotz der Vielfältigkeit ist seine Arbeit sehr kohärent und vermittelt überraschende und unvergessliche Ergebnisse. Verbis ist mit seinen Werken auf der Suche nach dem Schönen, aber nicht auf eine leichtfertige Art und Weise, sondern fängt die Aufmerksamkeit des Betrachters ein und zwingt ihn über das, was er sieht, zu reflektieren. Wenn dies eintrifft, so finde, nach Verbis, nicht nur eine individuelle Veränderung statt, sondern auch eine soziale.  
Seit einem Jahrzehnt widmet sich der Künstler fast ausschließlich der Malerei. In ihr fühlt er sich wohl, um seine Welt auszudrücken. Der Umgang mit Farbe ist erstrangig in seinen Arbeiten und auch eine seiner Stärken. Die Textur der Oberflächen und die Dekonstruktion der Themen bringen ihn zu seinem Endergebnis. In seinen Arbeiten erkennt man zwei verschiedene Herangehensweisen: Zum einen die „landschaftliche Malerei“, eine narrative Einheit, die sich auf Raum und Zeit verbreitet und einen großen Wert auf Gestus legt; zum anderen die „akku-mulative Malerei“, geformt aus verschiedenen Elementen, die zusammengesetzt dem Werk einen Sinn geben. In ihr werden Erinnerungen, Zitate, Techniken assoziiert… Es sind Hinweise, mit denen der Betrachter eigenständig ein Ganzes baut.
Für Daniel Verbis ist es wichtig, den Wendepunkt von Leben zum Tod, von der Nichtexistenz zur Existenz darzustellen. Es ist eine Suche des Unbekannten, des Mysteriums, nicht nur für den Betrachter, sondern auch für den Künstler selbst. Denn hätte er alle Antworten, so hätten für ihn seine Arbeiten keinen Sinn. Er will keine Lösung angeben, sondern Fragen stellen.
Übliche Themen in vielen seiner Arbeiten sind Augen und Löcher. Für ihn sind es sowohl Pupillen als auch schwarze Löcher, Behälter für seine Malerei, Orte die sich und uns beobachten.
Mit der Ausstellung “Lebens-bescheinigung” kehrt der Künstler Daniel Verbis nach 10 Jahren nach Deutschland wieder zurück. Es ist eine Einladung, in die Welt dieses einzigartigen und bemerkenswerten Künstlers einzutauchen, dessen Werke Teil bedeutsamer internationaler Sammlungen sind.