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31.08.2016

"Knotenpunkte" - Waldo Balart

02.09. - 11.11.

Über die harmonische Balance zwischen Emotio und Ratio

Die Kölner Galerie 100 kubik  präsentiert die Ausstellung „Knotenpunkte“ des kubanischen Künstlers Waldo Balart (*1931. Banes, Kuba), einem der wichtigsten und entscheidenden, noch lebenden Künstler der Konkreten Kunst internationalen Charakters. Es werden Werke aus seinen beiden Serien „Nudos“ (2012 bis heute) und „Injerencias“ (2008 bis 2012) ausgestellt.

Nach einem Studium der Politik und Betriebswirtschaft an der Universität in Havanna, siedelte er 1959 nach New York über und studierte dort bis 1962 Kunst an der MOMA Art School. Während seiner Zeit in New York war er mit vielen Künstlern der New York School und der Pop-Art Bewegung befreundet und übernahm kleine Rollen in einigen Filmen von Andy Warhol.

Nach dem er u. a. schon in New York und Paris ausgestellt hatte, zog er 1969 nach Madrid, wo seine Werke im Museo de Arte Contemporáneo  präsentiert wurden. Bis heute wurden seine Werke in mehr als 50 Einzelausstellungen und mehr als 100 Gruppenausstellungen weltweit gezeigt.  Balart publizierte zudem zahlreiche Artikel und zwei Bücher über das Thema der Konkreten Kunst.

Seine Werke nennt er selbst „Vorschläge“, denn in ihnen verschmelzen, ohne jeden Bezug zur Realität, die Form und der Inhalt zu Einem. Der kubanische Künstler setzt sich mit der Farbe und dem Licht auseinander, da Letzteres der Ursprung jeder Farbe ist und Farben die Struktur des Lichts mittels Wellenlänge und Frequenzen wiedergeben. Zudem nehmen die Geometrie, die Ordnung, die Fläche, der Raum und die Zeit wichtige Stellenwerte in seiner Kunst ein. Balart arbeitet anhand mathematischer Formeln, welche er im Rahmen der Malerei analysiert und die in systematisch ausgearbeiteten, seriellen „Studien“ des Farbspektrums gipfeln. Durch all dies, verursachen seine Werke im Betrachter das Gefühl eines „sensiblen Raums“ in dem sich Spannung und Harmonie zwischen den Elementen entwickelt. Dabei handelt es sich nicht nur um einen physischen Raum, sondern auch einen Weg hin zur Spiritualität, denn für Waldo Balart ist die Kunst eine ethische Verpflichtung mit dem Leben.

Balart ist ein sensibler Künstler, der in Systemen, Verbindungen, Beziehungen und Kontexten denkt und handelt. Dabei gebraucht er die Farbe als Bedeutungsträger aus einer objektiven Perspektive heraus. Sein Werk ist rational und konkret, appelliert jedoch gleichzeitig an ein kollektiv-universelles durch Farben beeinflusstes sowie vermitteltes Bewusstsein für Emotionen. Um den Maler zu zitieren: „Wir sehen den ‚Raum‘ der Welt nicht, wir leben unser visuelles Feld; Wir sehen die ‚Farben‘ der Welt nicht, wir leben unseren Farbraum.“.

Vernissage: FR, 02.09.2016 von 18-22h.
Auch geöffnet am SA, 03.09. von 12-20h und SO, 04.09. von 12-18h.